23 NovZivilcourage endet böse – Jugendliche von Neonazis verletzt

Zivilcourage endet böse - Jugendliche von Neonazis verletzt
Foto: Flagge von Sachsen

Zivilcourage zu beweisen ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Viel simpler ist es, einfach weg zu schauen und möglichst schnell zu vergessen, was man gesehen oder gehört hat. Okay, ganz ungefährlich ist es nicht, sich einzumischen, wenn jemand anders in Not ist, denn sie Gefahr ist groß, selber zum Opfer zu werden. Dennoch habe ich vor jedem großen Respekt, der mutig ist und eingreift, wenn es nötig scheint.

Aus diesem Grund hat mich auch eine Nachricht aus dem Radio hart getroffen, die ich heute hörte, als ich im Auto unterwegs war: Einem 17 Jahre alten Mädchen, welches einer sechsjährigen, von Neonazis bedrohten Spätaussiedlerin helfen wollte, wurde im sächsischen Mittweida ein Hakenkreuz in die Hüfte geschlitzt. Die Jugendliche wurde von den vier glatzköpfigen Männern zu Boden gerissen und geschnitten, nachdem sie sie aufgefordert hatte, ihr weinendes Opfer in Ruhe zu lassen. Die Tat ereignete sich bereits am 03. November, wurde jedoch erst neun Tage später zur Anzeige gebracht. Zur Zeit ermittelt die zuständige Polizei.

Was soll denn so etwas? Wie hirnverbrannt können Menschen sein? Wieso bedrängt man ein sechs Jahre altes Mädchen aufgrund seiner Herkunft und wieso schlitzt man einer Person, die helfen will, ein Hakenkreuz in die Haut? Dass es immer noch Menschen gibt, die den Teil der deutschen Geschichte verharmlosen beziehungsweise ihn weiter leben, der sich zwischen 1933 und 1945 abspielte, und dass es Menschen gibt, die offenbar keine ethische Grenze haben, ist mir absolut unverständlich und macht mich einfach nur wütend!!!


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