16 NovVom kindlichen Glücksempfinden

Vom kindlichen Glücksempfinden

Mitte der Woche ging die erschreckende Nachricht durch die Medien, die Zahl der armen Kinder in Deutschland sei in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Das Letzte, was man angesichts einer solchen Meldung vermutet, sind daher wahrscheinlich glückliche Kinder.

Anscheinend sind die meisten unter ihnen aber erfreulicherweise nicht so unglücklich, wie anzunehmen. So jedenfalls lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie. Der Glücksforscher Anton Bucher von der Universität Salzburg stellte sich gemeinsam mit der ZDF-Medienforschung die Frage: " Was macht Kinder glücklich und was können wir dafür tun?". Sie befragten 1200 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren und fanden heraus, dass mehr als 80 Prozent von ihnen "glücklich" oder sogar "sehr glücklich" sind.

Aufgrund dieses Ergebnisses, über welches auch Wolff vom Glücksnetz-Blog berichtet, darf man jedoch nicht voreilig den Schluss ziehen, Kinder seien sorglos. Im Gegenteil, ganz besonders auf ihre Stimmung drücken nämlich Hausaufgaben sowie ein geringes Einkommen der Eltern. Glück empfinden Kinder vor allem dann, wenn sie genügend Freizeit und gute Freunde haben. Ebenso ergab die Studie, dass "ein durch Liebe, Anerkennung und Unterstützung geprägtes familiäres Klima sowie gemeinsame Unternehmungen von Eltern und Kindern" Kinder glücklich machen.

Und noch ein erfreuliches Teilergebnis der Studie: Ob Junge oder Mädchen , ob in der Stadt oder auf dem Land aufgewachsen, ob mit oder ohne Geschwister groß geworden, ob in Ost- oder Westdeutschland geboren – all das beeinflusst das Glücksempfinden von Kindern nicht.


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