
Im Sommer 2005 begann die Berliner Charité mit einem umstrittenen Projekt, in welchem pädophile Männer – also solche, die sexuelle Neigungen gegenüber Kindern verspüren – therapeutische Hilfe erhalten.
Mit dem finanziell von der Kinderschutz-Stiftung Hänsel&Gretel unterstützten und weltweit einzigartigen Forschungsprojekt wurde eindeutig ein Tabu gebrochen. Die Uni-Klinik argumentierte jedoch stets im Sinne des Kinderschutzes und hat offensichtlich gut an ihrem Durchhaltevermögen und Mut getan. Bei den 20 Männern, die bisher die Spezialtherapie beendeten, nahmen nämlich durchgehend die Wahrnehmungsstörungen, wonach beispielsweise Kinder nach Sex verlangen, ab.
Bei der Therapie geht es nicht darum, Pädophile zu unterstützen oder zu tolerieren, sondern sie zu erreichen, bevor sie zu Kinderschändern werden. Die Vorsitzende der Stiftung Hänsel&Gretel, Barbara Schäfer-Wiegand, sieht den ungewöhnlichen Weg durchweg positiv und ist froh, dass es nun nachweislich Therapieformen gibt, die männer davon abhalten können, Kinder sexuell zu missbrauchen.
Mehr zum Thema können Sie hier lesen.
Place your comment