
Oha, andere Länder – andere Sitten. Im Sudan wurde, wie auch Frank auf seinem Blog kürzlich berichtete , eine britische Grundschullehrerin festgenommen, weil in ihrer Klasse ein Teddybär den Namen "Mohammed" bekam. Der 54-jährigen aus Liverpool, so teilte die Schule mit, werde vorgeworfen, mit der Taufe die Ehre des islamischen Religionsstifters und Propheten verletzt zu haben.
Die Lehrerin lies ihre Schülerinnen und Schüler über den Namen des Teddys abstimmen, der der Begleiter eines Projektes zum Thema "Tierwelt" war. 20 von 23 Kindern stimmten für "Mohammed" und setzten sich damit gegen andere Vorschläge wie "Hassan" oder "Abdullah" durch. Einigen Eltern war diese Taufe offensichtlich ein dorn im Auge und so beschwerten sie sich beim Bildungsministerium des mehrheitlich muslimischen Staates über die Lehrerin. Dieser drohen nach Angaben einer sudanesischen Menschenrechtsgruppe bei einer Verurteilung übrigens 40 Peitschenhiebe, sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe.
Dazu kann ich nur stirnrunzelnd sagen, dass ich erstens froh bin, höchstwahrscheinlich nie in diesem Land unterrichten zu müssen und zweitens, dass ich nicht in der Haut der britischen Lehrerin stecken möchte, die sich eventuell bald zwischen den drei Strafen entscheiden muss…
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