
Immer häufiger greifen in Deutschland staatliche Stellen in die erziehung junger Menschen ein. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge sind im Jahr 2006 651.000 erzieherische Hilfen vergeben worden. Fünf Jahre zuvor waren es noch elf Prozent weniger und im Jahr 1991- dem Jahr, in dem das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kraft trat – sogar noch 79 Prozent weniger.
Die Hilfen der staatlichen Stellen gelten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 26 Jahren und reichen von der Erziehungsberatung über soziale Gruppenarbeit und heimerziehung bis hin zur sozialpädagogischen Familienhilfe .
Obwohl die sozialpädagogische Familienhilfe mit rund 116.500 Fällen einen großen Raum einnahm, erstreckten sich knapp die Hälfte der Erziehungshilfen auf Beratungen, rund 85.000 Fälle auf die Heimerziehung und an die 3800 Fälle auf sozialpädagogische Einzelbetreuung. Mädchen wurden übrigens häufiger beraten und betreut als Jungen.
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