Moralfeind Nr. 1
abgelegt im Archiv Erziehung am 19.01.07
Unter dem Titel "Bravo- Eine Welt der Unmoral" hat die "Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e. V." die Aktion "Kinder in Gefahr - Stoppt endlich die Bravo" ins Leben gerufen.
Die Aktion richtet einen appell an die Bundesjugendministerin, Ursula von der Leyen, in der sie Sie auffordert, die Jugendzeitschrift "Bravo" zu verbieten.
Als Gründe werden angegeben, dass die Jugendzeitschrift in Wirklichkeit ein Erotikmagazin wäre, in welchem sich jede Woche nackte Mädchen und Jungen abbilden lassen, und in dem die orgiengleichen Partys der Band "Tokio-Hotel" beschönigt würden. Ebenso, beklagt die Vereinigung, würde die Zeitschrift schon von Kindern ab sechs Jahren gelesen werden.
Mein persönliches Statement dazu: Kritiklos hingenommen wurde die Bravo ohnehin noch nie. Aber: Hat sie uns Erwachsenen denn geschadet? Mit der zunehmenden Aufgeklärtheit der Jugendlichen mag sicherlich auch die "Brisanz" der Artikel und Fotos zugenommen haben. Aber: Sind nicht alle Eltern immernoch selbst dafür verantwortlich, was ihre Kinder lesen? Insofern zieht für meine Begriffe das Argument, dass die Bravo schon von Sechsjährigen gelesen wird, am Allerwenigsten und ich denke: Wer nichts zu meckern hat, der sucht sich halt was!

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Tags: Zeitschrift Jugend Bravo
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