25 MrzKindheit ohne Bücher

Kindheit ohne Bücher

Lesen ist nicht nur eine erfüllende, die Fantasie beflügelnde Freizeitbeschäftigung, es fördert auch die individuelle sprachliche Entwicklung, ist Voraussetzung für Lernen und Verstehen und eine Grundlage für Kommunikationsfähigkeit. Auch wird beim Lesen die Vorstellungskraft genauso geschult, wie die Konzentrationsfähigkeit und Kinder lernen Sprache kennen und erlangen zwanglos neues Wissen.

Lesen ist – da Schlüsselqualifikation – unverzichtbar für die gesamte schulische Laufbahn eines jungen Menschen und nur wer lesen kann, kann auch Medien nutzen.

Eine ideale Möglichkeit, Kinder zum Lesen zu motivieren, ist das Vorlesen, da dadurch positive Erlebnisse wie begegnung und Geborgenheit in Zusammenhang mit Büchern vermittelt werden und da Eltern, die ihren Kindern vorlesen, gute Vorbilder für sie sind.

Traurig ist daher der Trendbericht Kinder- und Jugendbuch, der von Christoph Schäfer von der Stiftung Lesen auf der Leipziger Buchmesse 2007 vorgestellt wurde. Seiner Aussage zufolge lesen zwei von drei Eltern ihrem Nachwuchs niemals vor.

Kindern aus bildungsfernen Schichten wird von der Geburt bis zur Einschulung insgesamt nur durchschnittlich 24 Stunden vorgelesen, was zur Folge habe, dass solche Kinder ohne frühkindliche Förderung bereits vor Schuleintritt von Bildung und Wissen ausgeschlossen werden würden, betonte er weiter.


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