
Einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zufolge gehört das Internet heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. 72 Prozent der Sechs- bis Dreizehnjährigen haben regelmäßigen Zugriff auf das Internet. Am Häufigsten wird es zur Informationssuche verwendet. Dicht darauf folgt das Spielen von Online-Spielen sowie Kommunikationsanwendungen wie E-Mail und chat.
Bei allen Online- Anwendungen lauern jedoch Gefahren, da das kaum begreifliche Ausmaß des weltweiten Netzes auch Platz für pornographische, rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte bietet, die bisher nicht durch einen ausreichenden schutz gesichert werden und Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung negativ beeinflussen können.
Diesem Problem soll der sogenannte Jugendmedien- Staatsvertrag entgegenwirken, der sich auf folgende Kernaussage stützt: "Durch technische oder sonstige Mittel muss Kindern und Jugendlichen der betroffenen Altersstufen die Wahrnehmung entwicklungsbeeinträchtigender Angebote unmöglich gemacht oder wesentlich erschwert werden".
Wie genau dieser Schutz funktionieren soll und wie Eltern ihre Kinder sonst noch vor den Gefahren des Internets schützen können, erfahren sie hier .
“Mobile Kids – Brauchen Kinder Handys?”
Diese Frage wird bis 15. Juni auf der neuen Internetplattform http://www.diskutiere.de diskutiert.
Gefragt sind Lehrer/innen, Pädagogen, Eltern, Kinder/Jugendliche, Jungendschützer, Expert/innen und Politiker/innen.
Diskutiert wird zu folgenden Teilaspekten:
Medienkompetenz: Verbote und Sperren bringen nichts. Wichtiger ist es, frühzeitig die Kompetenz der Kinder zur Nutzung von modernen Medien zu fördern. Stimmt das?
Verantwortung: Was können Eltern, staatliche Behörden und Unternehmen tun, um Kindern eine sinnvolle Nutzung von Handys zu ermöglichen. Wer trägt welche Verantwortung?
Kinderhandys: Es gibt auf dem Markt spezielle Handys für Kinder im Grundschulalter. Bei eingeschränkter Funktionalität ermöglichen solche Kinderhandys zusätzlich die Ortung von Kindern.
Sind solche Kinderhandys eine gute Sache oder eher mit Vorsicht zu genießen?
Am Ende des Diskussionszeitraums wird eine Zusammenfassung der Beiträge erstellt, welche die Teilnehmer erhalten. Diese erfahren außerdem, wie o2, der Auftraggeber dieser Frage, die Ergebnisse in seine internen Entscheidungen berücksichtigen wird.
http://www.diskutiere.de wird betrieben von gemeinnützigen UPJ e.V., dem Deutschen Kompetenznetzwerk für Corporate Citizenship aus gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen (www.upj-online.de).