28 JulKinder mit Tic-Störungen nicht ausschimpfen

Kinder mit Tic-Störungen nicht ausschimpfen

Manchmal können Kinder unter einem so genannten "Tic" leiden. Dieser äußert sich meistens in abrupten, plötzlich einsetzenden Bewegungen wie Augenrollen, Kopfnicken oder Aufsperren des Mundes. Ebenso gut können es jedoch auch spontane Lautäußerungen wie zum Beispiel Räuspern, Schniefen, Schnalzen oder Wiederholen von Silben und unanständigen Wörtern sein.

Eltern sollten ihren Kindern in einem solchen Fall mit Nachsicht begegnen, da Tics nicht willentlich gesteuert werden können, erklärt der Arzt Aribert Rothenberger von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Durch Ärger oder Freude können die Symptome der Tics verstärkt werden, während sie bei entspannung in der Regel nachlassen. Dem Mediziner zufolge sei es daher wichtig, dem Tic im Umgang mit dem Kind so wenig Beachtung wie möglich zu schenken. In den meisten Fällen legen sich Tics bei Kindern übrigens genauso so schnell wieder, wie sie gekommen sind.


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