Vermutet hätte es sicherlich kaum jemand, doch einer Studie von Forschern der Universitäten Münster und bielefeld zufolge ist die Jugendkriminalität seit Ende der 90er Jahre zurückgegangen. Auch weitere Vorurteile gegenüber der "Jugend von heute" werden durch die Studienergebnisse widerlegt. So nahm weder die Zahl der Körperverletzungen, noch die der schweren Eigentumsdelikte und Fälle von Raub seit den späten 90er Jahren zu. Letztere Taten gingen seit dieser Zeit sogar zurück.
Im Rahmen der Studie hatten die Wissenschaftler einen Schülerjahrgang aus Münster – insgesamt 1.900 Jugendliche – von 2000 bis 2003 einmal jährlich befragt. Die Jugendlichen gaben in den Befragungen an, dass die Zahl von Körperverletzungen gesunken sei, was einen Widerspruch zur von der Polizei festgestellten Steigerung darstellt. Die Forscher erklärten den Unterschied damit, dass Körperverletzungen heute häufiger angezeigt und die Polizisten durch verstärkte Präventionsarbeit mehr erfahren würden als früher. Außerdem sei inzwischen sei bereits der Versuch der Körperverletzung strafbar.
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