30 JanHilfe für Kinder drogenabhängiger Eltern verbessern

Hilfe für Kinder drogenabhängiger Eltern verbessern

Bei einer Expertenanhörung des Fachverbandes für Drogen und Rauschmittel sprach sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), dafür aus, dass drogenabhängigen Eltern und ihren Kindern in Zukunft besser geholfen werden soll.

Denn: Alle Eltern haben eine Verantwortung ihren Kindern gegenüber. Wenn sie dieser Verantwortung nicht mehr voll gerecht werden, d.h. die Erziehungsarbeit nicht allein leisten können, müssen sie dabei unterstützt werden.

In ihrer Eröffnung sagte bätzing unter anderem auch, dass diskutiert werden müsse, unter welchen Umständen eine Drogenabhängigkeit mit Elternschaft vereinbar ist.
Während der Anhörung wurden psychosoziale Betreunungsmaßnahmen in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes diskutiert und Forschungsergebnisse über die Auswirkungen von Drogenabhängigkeit auf die kindliche Entwicklung präsentiert. Ebenfalls wurden verschiedene medizinische Hilfemaßnahmen für drogenabhängige Schwangere vorgestellt.

In Deutschland leben etwa 20.000 drogenabhängige Mütter. Die Zahl der Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen die Eltern Drogen konsumieren oder sich einer Ersatztherapie unterziehen, liegt sogar zwischen 40.000 und 60.000.

Um den betroffenen Eltern und ihren Kindern zu helfen, müssen Ärzte, Krankenhäuser, Geburtsstationen, Hebammen, Jugendämter, Suchtberatungsstellen und Jugendhilfeeinrichtungen künftig noch beser zusammen arbeiten, betonte die Drogenbeauftragte.


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