04 MrzGiftige Babyflaschen – die Chemikalie Bisphenol A

Giftige Babyflaschen â€
© Inferis

Seit einigen Jahren wird über die Chemikalie Bisphenol A, die in vielen Kunststoffen enthalten ist, heftig diskutiert. Die Frage die im Raum steht: ist Bisphenol A giftig für den Menschen? US-Forscher von der Yale University fanden bei Versuchen mit Ratten heraus, dass Bisphenol A bei trächtigen Mäusen zu Veränderungen der DNA führte. Die weiblichen Nachfahren der Ratten hatten laut Studie lebenslange hormonelle Probleme. Trotz dieser Ergebnisse wird Bisphenol A bis heute immer noch als Ausgangsstoff für die meisten Babytrinkflaschen, aber auch für Plastikschüsseln, Innenbeschichtungen von Getränkedosen oder beispielsweise CDs und DVDs verwendet.

Die europäische Lebensmittelbehörde Efsa untersuchte vor zwei Jahren das Risiko von Bisphenol A und kam zu dem unerwarteten Schluss, dass Babys nicht so empfindlich auf BPA reagieren wie Ratten. Die Chemikalie würde im menschlichen Körper schnell zu harmlosen Substanzen abgebaut und sei deshalb unbedenklich. Daraufhin ging die Lebensmittelbehörde sogar so weit, die zulässige Höchstmenge an BPA, die ein Mensch pro Tag zu sich nehmen darf, von 10 auf 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht hoch zusetzen. Doch Experten kritisieren die Entscheidung der Efsa scharf und verweisen auf Studien, die beweisen, dass Bisphenol A der menschlichen Gesundheit sehr wohl schadet.

Überlegen Sie sich also genau, ob Sie Ihrem Kind wirklich Babyflaschen geben wollen, die Bisphenol A enthalten. In Kanada sind Babyflaschen mit dieser Chemikalie inzwischen bereits verboten. Und in Deutschland werden jetzt auch schon eine Reihe an Babyfläschchen angeboten, die laut Aufdruck frei von Bisphenol A sind.



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