26 SepGeburt, ja. Aber bitte nicht am Wochenende

Geburt, ja. Aber bitte nicht am Wochenende

Ich hab ja nichts dagegen, wenn der ablauf der Woche straff durchgeplant ist, damit man auch alle Termine unter einen Hut bekommt und am Wochenende die Füße hochlegen kann. Wenn es um die geburt eines Kindes geht, sollte man meines Erachtens jedoch ein bisschen Zeit und Geduld mitbringen und es dem Zufall beziehungsweise "Mutter Natur" überlassen, wann das Baby nun zur Welt kommen möchte.

In vielen Krankenhäusern in Deutschland scheint das allerdings ein wenig anders zu sein, und so geht dort der Trend in Richtung "geplante Geburt durch Kaiserschnitt". So jedenfalls lässt sich erklären, warum im Jahr 2003 bundesweit 15 Prozent weniger Kinder an einem Wochenende geboren wurden als in den Jahren zuvor und parallel dazu die Zahl der Kaiserschnittgeburten zwischen 1995 und 2005 von 18 auf 28 Prozent stieg.

Alexander Lerchl, Forscher an der Jacobs-Universität in Bremen, sieht banale wirtschaftliche Gründe auf den Geburtenstationen als Hintergrund für diesen Trend. Er erläutert, es sei praktischer und bequemer, die Geburten dann zu planen, wenn die Krankenhäuser voll besetzt sind, also zu den üblichen Arbeitszeiten während des Tages. Eine Geburt am Wochenende hingegen sei wesentlich kostenintensiver.

Also, liebe Pärchen mit Kinderwunsch, bitte rechnet schonmal nach, wann der besten Zeitpunkt für den Zeugungsakt ist, damit euer Nachwuchs auch ja nicht an einem Samstag oder Sonntag das Licht der Welt erblicken wird.


One Response to “Geburt, ja. Aber bitte nicht am Wochenende”

  1. Gaby sagt:

    Kann man sich halt nicht aussuchen, wann das kleine Geburtstagsgeschenk das Licht der Welt erblickt. :-)

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