
Junge europäer, so konnte man kürzlich dem Ratsbericht zum europäischen Arbeitsprogramm für Bildung und Ausbildung entnehmen, können immer seltener korrekt lesen.
Der Anteil der 15-Jährigen mit Leseschwächen (über die auch Soschu berichtet) stieg von 21,3 Prozent im Jahr 2000 auf 24,1 Prozent im Jahr 2006. Zwar verbesserte sich im Gegensatz zum EU-Trend in Deutschland, Polen und Lettland die Lesefähigkeit, die Bundesrepublik hinkt aber dennoch hinter anderen EU-Vorgaben (die Leseschwächen der 15-Jährigen bis zum Jahr 2010 auf 17 Prozent zu senken) her.
Besonders große Probleme bereitet das Lesen den Rumänen sowie den Bulgaren. Dort konnte mehr als die Hälfte aller 15-Jährigen einen gelesenen Text nicht begreifen, so ergab die EU-Auswertung der Pisa-Zahlen. Auch bei den Italienern litten im Jahr 2000 noch 18,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler unter einer Leseschwäche, im Jahr 2006 stieg diese Zahl jedoch auf 26,4 Prozent an. Mit einer Steigerung von 16,3 auf letztlich 25,7 Prozent schnitt Spanien ähnlich schlecht ab.
Heute berieten sich die EU-Bildungsminister daher in Brüssel über die Konsequenzen. Mal sehen mit welchem Ergebnis?!?
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