
Der aktuelle Fall einer Nürnberger Grundschule , an der acht Eltern wegen Lehrermangels aufgrund von Krankheit, Fortbildung und Schwangerschaft den Unterricht als "Hilfslehrer" schmeißen, sorgt momentan für Schlagzeilen in der örtlichen Presse.- Dort wird von Selbstausbeutung und unzumutbar lückenhaften Beschulungszuständen gesprochen.
Die Eltern beschweren sich über zu geringen Einsatz bzw. über das Nicht- Vorhandensein von Hilfslehrern und beklagen, dass für 26 000 Nürnberger Grund- und Hauptschüler nur 80 "Springer" (dies sind Lehrkräfte, die flexibel eingesetzt werden, wenn an einer Schule eine Lehrkraft ausfällt) zur Verfügung stehen.
Offizielle Statistiken über die Missstände gibt es nicht. Fest steht nur – dies sind (nicht nur in Nürnberg, sondern in vielen Teilen Deutschlands) keine Einzelfälle.
Eltern als "Experten" in den Unterricht einzuladen, ist in vielen Schulen eine gängige und meines Erachtens durchaus sinnvolle Methode, um Kindern z. B. einen einblick in verschiedene Berufe zu geben. Ebenso sind Lesemütter bzw. Leseväter eine tolle Hilfe für die Lehrkraft. Eltern bei Interesse als Ergänzung oder Unterstützung in der Schule wirksam werden zu lassen, ist sicherlich eine tolle Form der Kooperation zwischen Eltern und Lehrern.- Sie hingegen als Lückenfüller für ausfallende Lehrkräfte einzusetzen ist keine Methode, die dem Bildungsanspruch von Kindern gerecht wird, sondern kurzum eine Frechheit!
ich finde es gut