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Familie
von K.Kokoska am 05.08.09

© aussiegall
Vorneweg möchte ich eine Sache gerne loswerden. Viele von Ihnen glauben, dass die Kids der heutigen Generation wesentlich besser aufgeklärt seien als damals, aber das ist ein Irrtum! Auch wenn die Kids eine Menge aus der Schule, dem Fernsehen und dem Internet mitbekommen, sie wissen längst nicht alles was sie wissen müssen. Und selbst der Sexualunterricht in der Schule ersetzt nicht ein vertrauliches Gespräch mit den Eltern.
Im Vorschulalter werden die meisten Eltern in der Regel als erstes mit dem Thema konfrontiert. Die Kinder fassen sich ab und zu ganz gezielt an ihren Penis oder Kitzler und auch zu harmlosen Doktorspielen mit anderen Kindern kann es kommen. Das ist ganz normal! So lange hier keine Grenzen überschritten werden und es nur um das Erkunden des Körpers geht, brauchen Sie nicht zu erschrecken oder gar Verbote auszusprechen. Beantworten Sie auftretende Fragen ehrlich, aber nicht zu ausführlich. In diesem Alter reicht es den Kindern in der Regel zu wissen, dass ein Baby im Bauch der Mutter heranwächst. Über Eizellen und Spermien muss definitiv noch nicht gesprochen werden.
Es ist sehr wichtig mit den Kindern so über die Sexualität zu sprechen, wie es ihrem Alter und ihrem Wissensbedürfnis angemessen ist.
Je älter das Kind wird, desto tiefgründiger werden die Fragen. Die Kids suchen Antworten zu den Themen Körper, Liebe, Sexualität, Zeugung, Schwangerschaft und Geburt. Aber warten Sie nicht darauf, dass Ihr Kind zu Ihnen kommt und um eine Aufklärung bittet. Mit 9-10 Jahren sollten Sie auf Ihr Kind zugehen und es spielerisch und mit ein wenig Humor über die Sexualität, die Liebe und das Kinderkriegen vollständig aufklären. Am leichtesten lässt sich dies mit einem kindgerechten Buch umsetzen. Ich kann Ihnen zu diesem Zweck sehr das Buch "Peter, Ida und Minimum" von von Grethe Fagerström (Autorin) und Gunilla Hansson (Illustratorin) ans Herz legen.
In der Pubertät wird es dann schwieriger an das Kind heranzukommen. Die Teenies grenzen sich immer deutlicher von ihren Eltern ab und wir Eltern müssen ein Gefühl dafür entwickeln, wann Zurückhaltung angebracht ist und in welchen Situationen
Gespräche oder Unterstützung gefordert sind. Dennoch sollten wir am Ball bleiben und nicht versäumen das Thema Verhütung anzusprechen, den ersten Gynäkologentermin für unsere Tochter zu machen oder beim ersten Liebeskummer Trost zu spenden.
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Wong
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