
Es ist Frühling und der Bär erwacht aus seinem wunderbar tiefen Winterschlaf . Weil der jedoch auch ein wenig einsam war, beschließt der Bär, seinen Freund das Kaninchen zu besuchen.
Auf seinem Weg dorthin trifft er den Fuchs, der ihm davon erzählt, dass die Tiere im Wald große Angst haben. Als der Bär beim Kaninchen ankommt, macht dieses wirklich einen ängstlichen Eindruck und so erfährt der Bär von dem großen Klong , vor dem sich sein Freund so sehr ängstigt. Gesehen hat das Kaninchen den großen Klong allerdings nicht. Darüber, dass man sich vor etwas fürchten kann, das man nie gesehen hat , wundert sich der Bär und deshalb zieht er gemeinsam mit dem Kaninchen los, um das gruselige Geheimnis zu lüften.
Die beiden treffen das Eichhörnchen, das den großen Klong zwar auch noch nie gesehen hat, sich allerdings ebenso fürchtet, wie das Kaninchen. Zum Glück hat das Eichhörnchen den großen Klong aber immerhin bereits gehört und so kann es ihn als schrecklich laut und mit viele Stimmen ausgestattet beschreiben. Eichhörnchen und Kaninchen sind sich einig: Klong ist schrecklich und böse und das entsetzlichste Tier, das es je im Wald gegeben hat!
Eine Krähe sagt aus, dass der große Klong nicht fliegen kann und stellt dann auch noch fest, dass wirklich alle Tiere Angst vor ihm haben. Aber sind es wirklich alle? Nein, die Schnecke nicht. Die allerdings wird kaum weiter angehört, weil sie so langsam ist. Dabei hätte gerade sie mit Sicherheit einen bedeutenden Beitrag zu Klärung des Falls beitragen können.
Noch einige weitere Tiere, die teilweise Widersprüchliches in Bezug auf den Klong schildern, werden vom Bären befragt. Als dieser gerade die gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassen will, ertönt es "Klong, Klong! Kling Klang Klong!" genau über den Köpfen der Tiere. Und so entdecken sie endlich den großen Klong, der nichts weiter ist als Töpfe, Pfannen, Schraubenschlüssel, Nägel und Eisenstangen, die in einem baumhaus aufgehängt wurden und die im Wind gegeneinander klappern.
Abschließend kommt auch noch einmal die unscheinbare Schnecke zu Wort, von der alle wissen wollen, woher Sie denn nun wusste, dass der große Klong kein Monster war. Die Schnecke grinst und sagt verschmitzt: "Ich haaabe nachgesehen!"
Einfach toll, wie Melanie Rosenmaier in dieser kleine Fabel die steigende Angst vor dem Ungewissen thematisiert, die immer weiteren Nährboden durch Spekulationen und Vermutungen erhält, wenn man sich ihr nicht stellt. Eine Erfahrung, die wohl jeder Erwachsene schon einmal gemacht hat und die auch Kindern in ihrer Entwicklung häufig begegnet. Das Buch, über welches auch hier bereits berichtet wurde, ist einfach groß in Wort und Bild. Es liest sich humorvoll und ist fantastisch in Szene gesetzt, so dass es beinahe ein Vergnügen zu sein scheint, die eigene Angst zu überwinden.
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