
Vier Millionen Babys sterben in Entwicklungsländern Jahr für Jahr in ihrem ersten Lebensmonat. Das, so berichteten Ärzte von der Weltgesundheitsorganisation dem britischen Medizinjournal "The Lancet" kürzlich, müsste nicht sein, wenn dort mit einer einfachen Checkliste gearbeitet werden würde.
Mit dieser Liste, die sieben bei Babys auftretende Krankheitssymptome (Probleme beim Füttern beziehungsweise Stillen, Krämpfe, Bewegung nur auf Stimulation, Hecheln mit mehr als 60 Atemzügen pro Minute, eine Körpertemperatur von mehr als 37,5 oder weniger als 35,5 Grad Celsius und ein stark eingezogener Brustkorb) abfragt, könnten mehr als 80 Prozent der gefährdeten Säuglinge erkannt werden.
Die Checkliste, die an 8.889 kranken Babys in bangladesch, Bolivien, ghana, Indien, Pakistan und Südafrika getestet wurde und in 85 Prozent der Fälle erfolgreich war, könnte die Säuglingssterblichkeit in ärmeren Ländern deutlich senken, ohne die oft schwachen Gesundheitssysteme zu überlasten, so die Mediziner.
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