14 MaiAktive Zuwendung gegen Bindungsstörungen

Aktive Zuwendung gegen Bindungsstörungen

Ein wichtiger Faktor für ein glückliches Erwachsenenleben ist eine ausgewogene Bindungs- und Beziehungsfähigkeit. Der Grundstein dafür wird bereits im Kindesalter gelegt.

Damit sie später gesunde Bindungen bzw. Beziehungen eingehen können, ist es für Kinder besonders wichtig, viel Zeit mit ihren Eltern zu verbringen. Dabei ist jedoch nicht die reine Dauer, sondern vor allem die Qualität der gemeinsam aktiv verbrachten Zeit für eine gesunde Bindung entscheidend.

Wenn Eltern sich beispielsweise zwar den ganzen Tag mit ihrem Nachwuchs in einer Wohnung aufhalten, sich jedoch nicht aktiv um ihn kümmern, kann man nicht davon ausgehen, dass sich eine enge Bindung zwischen ihnen aufbaut. Im schlimmsten Fall kann sich bei emotional bzw. zuwendungstechnisch vernachlässigten Kindern sogar eine Bindungsstörung entwickeln. Diese kann sich z. B durch Übervorsichtigkeit, Apathie oder soziale Absonderung, genauso aber auch durch Aggressivität oder ungehemmtes, distanzloses Verhalten äußern.

Wichtig ist daher – wie oben bereits erwähnt – die aktive gemeinsame beschäftigung. Eltern können z. B. mit ihren Kindern spielen, ihnen eine Geschichte vorlesen oder sich unterhalten bzw. – wenn die Sprösslinge noch nichts sprechen können – ihnen einfach etwas erzählen. Auch eine Massage oder gemeinsames Kuscheln können eine gute Bindung fördern.


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